Wesel, 02.10.2017, von Eike Matschke

THW Bocholt übt in Wesel den Ernstfall

Wesel / Bocholt 02.10.2017, der Ortsverband Bocholt verlagerte seine Ausbildung am letzten Wochenende auf das Gelände der Geschäftsstelle in Wesel. Auf der Tagesordnung stand unteranderem eine Großübung der Bergungsgruppen.

Nach dem die Helfer am Freitagabend auf dem Gelände der Geschäftsstelle eintrafen und die Schlafplätze eingerichtet hatten, begann direkt die Übung der Bergungsgruppen. Einsatzauftrag bestand darin, mit Hilfe der Technik der 1ten und 2ten Bergungsgruppe verletzte Personen auf dem Gelände zu finden und zu bergen. Hierzu wurden insgesamt vier geschulte Verletztendarsteller der DLRG Ortsgruppe Bocholt mit Verletzungen vorbereitet und in drei Gebäuden versteckt.

Um die Verletzten zu lokalisieren mussten die drei Gebäude durch die beiden Bergungsgruppe erkundet werden. Eines Der Gebäude musste vor dem Betreten noch abgestützt und gesichert werden. Nach dem das Gebäude abgestützt wurde, konnten die 1te Bergungsgruppe sich einen Zugang zu den Verletzten Personen schaffen und mittels Schleifkorb aus den Trümmern befreien. Um die zweite verschüttete Person zu bergen, musste extra schweres Gerät in den Keller des Gebäudes gebracht werden. Das Opfer hatte im Bein ein ca. 1,5cm dickes Edelstahlrohr stecken welches bis ins Erdreich ragte. Um die Peron sicher transportieren zu können, musste dieses Rohr mit der Hydraulischen Rettungsschere durchtrennt werden.

Die Zweite Bergungsgruppe musste für einen Zugang zum Verletzten einen Mauerdurchbruch mittels Bohrhammer erstellen. Zudem mussten zwei Stahlplatten von ca. 8 mm Stärke durchtrennt werden und mit einer Öffnung geschaffen werden. Diese Öffnung wurde mit dem großen Trennschleifer erstellt. Die Schwierigkeit bei der Bergung der Person war das Einbinden bzw. das Hineinlegen in den Schleifkorb, da die Person mit einer Bauchverletzung versehen war. Diese musste erst von den Helfern Vor-Ort versorgt werden.

Wichtiger Aspekt bei dieser Übung war auch der Umgang und die ständige Betreuung der Verletzten. Hierauf haben die Verletztendarsteller und zwei Helfer der DLRG Bocholt sehr geachtet. Nach ca. sechs Stunden und der Bergung aller Verletzten wurde die Übung durch die Organisatoren beendet. Insgesamt waren 18 Helfer des Ortsverbandes und 6 Helfer der DLRG Ortsgruppe Bocholt an der

Den Samstag nutzte man für eine spezielle Ausbildung, die so in Bocholt nicht möglich ist. Zum einen wurde ein umgekippter Bus wiederaufgerichtet. Dazu wurden die schweren Hebekissen der 2ten Bergungsgruppe verwendet. Weiter wurde die Rettung aus Höhen an einem 3 geschossigen Haus geübt. Herausforderung bestand darin, dass die verletzte Person (in diesem Fall eine Strohpuppe) auf der obersten Geschossdecke lag und man einen besonderen Ausleger bauen musste. Die Puppe wurde dann an der Außenwand mittels Rettungswindel abgelassen. Den Tag haben die Helfer dann mit einem Grillabend gemütlich ausklingen lassen.

Am Sonntag wurde die nach einem ausgiebigen Frühstück das ganze Wochenende und speziell die Übung besprochen. Die Übung wurde von allen Helfern positive bewertet und auch die Unterstützung des DLRG wurde als sehr Hilfreich beschrieben.

Nach dem die benutzte Ausstattung wieder gereinigt und verlastet wurde, ist trat der gesamte Ortsverband die Heimfahrt an.

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich für die gute Unterstützung durch die Kollegen der DLRG Bocholt bedanken. 


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