Isselburg, 29.11.2017

THW Bocholt unterstützt die Feuerwehr Isselburg bei Bergungsarbeiten

Anholt / Bocholt 28.11.2017, Gestern um ca. 13.15 Uhr wurde der Ortsverband Bocholt von der Feuerwehr Isselburg zur technischen Hilfeleistung angefordert. Grund war ein Betriebsunfall im Kieswerk in Anholt.

Im Kieswerk sind bei Arbeiten an einem Berg mit Schüttgut 4 Personen von einer Sandlawine erfasst worden. Die Aufgabe des 1. Technischen Zuges war es die Unfallstelle so abzusichern, dass nachrutschende Sandmassen die Einsatzkräfte bei der Bergung der verschütteten Personen nicht beeinträchtigt oder verschüttet. Zudem stand die Fachgruppe Ortung des Ortsverbandes mit den Rettungshunden und technischen Ortungsgeräten zur Verfügung um gegebenenfalls die verschütteten Personen genauer zu lokalisieren.

Um die enormen Sandmassen zu bremsen, wurden von den Helferinnen und Helfern sogenannte Spundwände aus Holz angefertigt. Diese wurden mittels Autokran an die vorgesehene Stelle platziert. Die Helfer/innen haben anschließend die Wände mit Vorschlaghammer und Muskelkraft eingetrieben. Um eine weitere Stabilität in die Sicherungsmaßnahmen zu bekommen, wurden die Spundwände mit Baustützen weiter versteift. Um die Sicherungsarbeiten an der Unfallstelle durchführen zu können, sind die Einsatzkräfte von der Höhenrettung der Bocholter Feuerwehr gesichert worden.

Nach Fertigstellung der Sicherungsmaßnahmen wurde die weitere Bergung durch die Feuerwehr Isselburg durchgeführt. Diese Bergung stellte sich als sehr kompliziert heraus und zog sich bis weit in die Nacht. Um die Arbeit in der Nacht zu ermöglichen wurde durch die Fachgruppe Beleuchtung  ein LED-Scheinwerfer direkt über der Arbeitsstelle an einem darüber laufenden Förderband platziert.

Nach der Bergung der ersten verschütteten Person mussten die Arbeiten abgebrochen werden. Grund dafür war der nachlaufende Sand unterhalb der Spundwänden, der ein Freilegen der zweiten verschütteten Person unmöglich machte.

Die Bergungsarbeiten wurden am nächsten Morgen wieder aufgenommen. Hierzu würde schweres Bergungsräumgerät angefordert um den Sandberg abzutragen. Das Abtragen des Berges nahm einige Stunden in Anspruch, diente jedoch zur Eigensicherung aller Einsatzkräfte. Gegen 21 Uhr war die zweite verschüttete Person soweit freigelegt, dass sie mit vereinten Kräften der THW-Helfer und der Feuerwehr Isselburg geborgen werden konnte. Leider konnten beide Person nicht lebend geborgen werden. Nachdem verlasten der Ausstattung und das Einrücken in den OV, würde der Einsatz um ca. 23.30 beendet.

 

Das THW Bocholt war mit insgesamt neunzehn Helfern, vier Rettungshunden und vier Großfahrzeugen im Einsatz.


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