Bocholt/Athen, 15.09.2020, von Laura Vennekamp

Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos: Bocholter THW-Helfer transportieren Hilfsgüter

Seit gestern befinden sich zwei Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) Ortsverband Bocholt|Borken im Einsatz um Hilfsgüter nach Athen zu transportieren. Im Auftrag der Bundesregierung befördern sie unter anderem Zelte, Feldbetten, Isomatten und Schlafsäcke für das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. In diesem brachen vergangene Woche Brände aus und das Camp brannte fast vollständig nieder.

Am Montagmorgen erfolgte die Alarmierung der beiden Bocholter Helfer, woraufhin gegen zwölf Uhr der Einsatzauftrag folgte. Kurz darauf brachen sie dann mit dem Mehrzweckkraftwagen (MzKW) zur Abholung von Schlafsäcken für die Geflüchteten nach Venlo, in den Niederlanden, auf.

Die Bocholter Helfer nahmen dort 33 Paletten Schlafsäcke auf. Heute wird dann einer der beiden Helfer, gemeinsam mit einem Helfer aus dem Ortsverband Ahaus, nach Bayern fahren. Nach einer Übernachtung in Rosenheim geht es für die Einsatzkräfte dann am Mittwoch weiter nach Italien und mit einer Fähre nach Griechenland. Der Einsatz für den Ortsverband Bocholt|Borken wird voraussichtlich eine Woche andauern.

Bereits am Freitag startet ein Konvoi des THW mit drei Lastzügen und einem Begleitfahrzeug vom Logistikzentrum in Heiligenhaus sowie vom Zentrallager für Auslandslogistik (ZAL) in Mainz nach Griechenland.

In Athen übergeben die THW-Kräfte aus den Landesverbänden Bremen/Niedersachen, Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Nordrhein-Westfalen rund 400 Schlafsäcke, 80 Zelte für insgesamt etwa 650 Personen sowie etwa 400 Isomatten an die griechische Regierung, die sie verteilt. Der am Freitag gestartete Transport war nur ein erster Schritt der Hilfe für Griechenland.

Weitere Beschaffungen und Transporte durch das THW erfolgen sukzessive. Finanziert wird der Einsatz des THW durch das Auswärtige Amt.

Nachdem in der Nacht auf Mittwoch im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos und dessen Umgebung mehrere Brände ausgebrochen waren, wurden die Bewohnerinnen und Bewohner Morias evakuiert. Mehr als 12.600 Menschen aus dem Camp sind nun auf Straßen, im Wald oder auf dem Parkplatz eines Supermarktes untergekommen. Deshalb stellte Griechenland am Donnerstag vergangener Woche ein internationales Hilfeersuchen.


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